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Ein paar Worte zur EnergiegewinnungUnser Körper kennt drei unterschiedliche Arten der Energiegewinnung: Die Fettverbrennung, die Kohlehydratverbrennung mit Sauerstoff und die Kohlehydratverbrennung ohne Sauerstoff. Alle drei Arten haben ihre Vor- und Nachteile und werden daher in unterschiedlichen Situationen eingesetzt. Die Fettverbrennung kann man als die effizienteste Art der Energiebereitstellung bezeichnen. Zum einen verfügt selbst ein gertenschlanker Mensch über nahezu unerschöpfliche Fettreserven, zum anderen liefert ein Gramm Fett mehr als doppelt so viel Energie wie ein Gramm Kohlehydrate (Zucker). Leider ist aber die Energiegewinnung aus Fett ein aufwändiger biochemischer Prozess, der viel Sauerstoff benötigt. Daher können die Muskeln hierdurch nur bei relativ geringer Leistungsintensität mit ausreichender Energie versorgt werden. Bei intensiveren Belastungen beginnt die Kohlehydratverbrennung mit Sauerstoff. Dabei handelt es sich um einen eher einfachen biochemischen Prozess, der nicht so viel Sauerstoff benötigt und als Endprodukte Wasser und Kohlendioxyd erzeugt, die beide schnell und problemlos vom Organismus „entsorgt“ werden. Diese Art der Energiegewinnung ist nicht ganz so effizient wie die Fettverbrennung und kommt aufgrund ihres geringeren Sauerstoffbedarfs bei leichten bis mäßigen Belastungen zunehmend zum Einsatz. Die schnellste, aber auch ineffizienteste Art der Energiebereitstellung ist die Kohlehydratverbrennung ohne Sauerstoff. Da hier ein anderer biochemischer Prozess abläuft als bei der Kohlehydratverbrennung mit Sauerstoff, wird aus der gleichen Menge Kohlehydrate wesentlich weniger Energie gewonnen. Als Endprodukt dieses Prozesses entsteht Laktat, ein Salz der Milchsäure, das sich in den Muskeln ablagert und nur sehr langsam abgebaut werden kann. Dies führt zu einer schnellen Ermüdung des Muskels. Diese Art der Energiegewinnung kommt bei sehr hohen Belastungen zum Einsatz, bei denen durch die Atmung nicht mehr genügend Sauerstoff bereitgestellt werden kann. Aufgrund der Beteiligung von Sauerstoff bezeichnet man die ersten beiden Arten der Energiegewinnung auch als „aerob“ und die letzte als „anaerob“. Folgendes Diagramm veranschaulicht (auf stark vereinfachte Weise) die Energiebereitstellung bei unterschiedlicher Leistungsintensität:
Der Übergang zwischen den einzelnen Arten ist fließend, und in der Regel kommen mehrere Arten gleichzeitig zum Einsatz. Wir als angehende Ausdauersportler wollen uns dabei auf die aerobe Energiegewinnung konzentrieren. Noch ein Hinweis, um Missverständnissen vorzubeugen: Die Frage, ob Laufen zum Abspecken beiträgt, hat absolut nichts mit der Frage zu tun, ob Sie im „niedrigen“ Fettverbrennungsbereich oder im „höheren“ Bereich trainieren, in dem überwiegend Kohlehydrate verwertet werden. Hierfür ist nur entscheidend, ob Sie mehr Energie verbrauchen, als Sie zu sich nehmen. |
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